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Rock / Heavy Metal 02.10.2026

Draußen! Neue Alben von Danger Dan, Johnny Marr und Fat Dog

Draußen! Neue Alben von Danger Dan, Johnny Marr und Fat Dog

Album der Woche: Danger Dan – “Keine Angst”

Auf “Keine Angst” verbindet Danger Dan Klavier, Streicher und zurückgenommene Arrangements mit politischen und persönlichen Texten. Zwischen Melancholie, Selbstzweifeln und vorsichtiger Zuversicht, erzählt das Mitglied der Antilopen Gang von Ängsten und dem Versuch, ihnen etwas entgegenzusetzen. Musikalisch bleibt das Album dabei bewusst reduziert und lässt Raum für seine eindringlichen Texte und markante Stimme. Nach “Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt” zeigt Danger Dan erneut, dass sich gesellschaftliche Haltung und zugängliches Songwriting nicht ausschließen.

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Johnny Marr – “The Age Of Everything”

Jangle-Gitarrenrock trifft auf elektronische Akzente: Johnny Marr verarbeitet auf seinem fünften Soloalbum “The Age Of Everything” die Widersprüche der Gegenwart. Der ehemalige Smiths-Gitarrist verbindet dabei sein melodisches Gitarrenspiel mit einem persönlichen Blick, auf eine zunehmend unübersichtliche Welt.

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Fat Dog – “Cancel Me (I’m Tired)”

Mit Techno-Punk, Funk und psychedelischen Klängen lassen Fat Dog die Grenzen weiter zerfließen. Dabei setzen sie auf absolute Reizüberflutung und peitschen die Tracks mit unberechenbarer Härte nach vorn. Hinter dem vermeintlichen Chaos steckt ein erstaunlich treffsicheres Songwriting.

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Swans – “Newly Sentient Being”

Repetitive Strukturen, Noise und Drone: die Grundlage für Klanglandschaften von Swans. Michael Giras beschwörender Gesang und hypnotische Rhythmen folgen auf “Newly Sentient Being” keinen klassischen Songmustern. Auch nach langer Bandgeschichte klingt ihre Musik wie eine Dekonstruktion des Rock und unendlicher Phasenverschiebungen.

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Haywire – “I Don’t Wanna Say Goodbye”

Derber Hardcore und Oi!-Attitude trifft bei Haywire mittlerweile auf einen ausgeprägten Sinn für Pop-Punk-Hooks. Für das Album hat Citizen-Sänger Mat Kerekes die Produktion übernommen und damit das Gleichgewicht zwischen Härte und Eingängigkeit weiter geschärft.

Aktiv Dödshjelp – “The Nasty Piece”

Schneller, roher Punkrock, dreckige Gitarren und eine ordentliche Portion norwegischer Wahnsinn: Aktiv Dödshjelp liefern mit “The Nasty Piece” ihr zweites Album ab. Die Band aus Oslo steht damit in der Tradition von The Good, The Bad And The Zugly und Turbonegro.

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The Machine – “Another Sun”

Wiederholungen, schwere Gitarren und ausgedehnte Passagen bestimmen “Another Sun” von The Machine. Die Band bewegt sich tief im psychedelischen und progressiven Rock-Sumpf und lässt ihren Songs entsprechend viel Raum für Dynamik und Atmosphäre.

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Spike Fuck – “Evidence”

Spike Fuck geisterten jahrelang als unberechenbares Phantom durch Melbournes Underground, macht aber mit seinem Debüt endlich auf Ernst. “Evidence” bewegt sich zwischen New Wave, Glam-Rock, düsterem Soul und Doo-Wop. Statt auf einen möglichst glatten Sound setzt die Band auf Reibung und musikalische Unberechenbarkeit.

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Hippotraktor – “Annihilist”

Hippotraktor lassen auf “Annihilist” technische Finesse und rohe Gewalt direkt aufeinanderprallen. Die Band manövriert progressive Strukturen zielsicher durch ein Dickicht aus tiefen Growls und mehrstimmigen Melodien. Nach ihren beiden Vorgängern haben sie die Enigma damit endgültig entschlüsselt.

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Drink The Sea – “Drink The Sea III”

Die Supergroup um Barrett Martin komplettiert mit “Drink The Sea III” eine ungewöhnlich schnell entstandene Albumtrilogie. Zusammen mit unter anderem Peter Buck (R.E.M.), Alain Johannes und Duke Garwood sorgt die feste Besetzung für ein dichtes Zusammenspiel, das akustische Feinheiten und verzerrte Wüsten-Melancholie vereint.

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Dead Poet Society – “Monarch”

Dunkler, wütender und persönlicher als bisher zeigen sich Dead Poet Society aus LA auf “Monarch”, dem Nachfolger des 2024 erschienenen Albums “Fission”. Für den fetten Sound hat sich die Band Paul Meany, das Mastermind von Mutemath, an die Regler geholt.

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Travo – “Wasteland”

Auf ihrem vierten Album “Wasteland” vollziehen Travo die radikale Abkehr von alten Mustern. Inspiriert von T.S. Eliots Lyrik, kreuzt die Band schweren Psych-Rock mit Industrial-Synths und harten Metal-Riffs. Es entsteht ein unberechenbarer, massiver Sound aus industrieller Härte und urbaner Kälte.

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Die Cigaretten – “Eine Gesunde Reaktion Auf Eine Kranke Welt”

Ein lauter Mittelfinger gegen den Alltag: Die Cigaretten spielen immer noch übersteuerte Rockmusik für Tagediebe und DIY-Veteraninnen. Wobei die rohe Klangatmosphäre in Manier von Dinosaur Jr. und dem frühen Beck durchaus eine schöne Nonchalance hat.

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Dexter And The Moonrocks – “Friends That I Don’t Like”

Dexter And The Moonrocks zementieren mit “Friends That I Don’t Like” ihr eigenes Monopol aus Western-Ästhetik, Space-Grunge und wuchtigen Hooks. Die Texaner verhandeln in ihren Songs ungeschönt Teenage Angst und Identitätskrisen, ohne die melodische Direktheit zu opfern.

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Der Beitrag Die Alben der Woche erschien zuerst auf VISIONS.de.

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