Steven Wilson kündigt Album "Requiem For A Village" an, teilt Titelsong

Und zwar in zweifacher Ausfertigung. Einmal als ersten Teil der “Village Hall Sessions”, die Steven Wilson mit Gitarrist Randy McStine (zuletzt in der Liveband von Porcupine Tree) und Drummer Russell Holzman (Sohn von Wilsons Keyboarder Adam Holzman) aufgenommen hat. Mehr Videos aus der Reihe werden folgen.
Aber natürlich auch in der Studioversion, die in der Tracklist des Albums an zweiter Stelle steht und wieder im Progrock einzuordnen ist. Allerdings nicht spacig wie auf dem letztjährigen Vorgänger “The Overview”, sondern erdig, organisch und eher dem Rhythmus und dem Riff verpflichtet.
Fehler zulassen
Laut Labelinfo richtet Wilson seinen Blick auf “Requiem For A Village” auf “einen winzigen, unbekannten Winkel der Britischen Inseln, der irgendwo abseits der Landkarte liegt. […] In ein Dorf, das jenseits von Zeit und Raum existiert. Um eine Welt zu erschaffen, die völlig losgelöst von der Moderne ist – und um Musik zu kreieren, die sich bewusst sowohl dem Makabren als auch den Möglichkeiten von Fehlern im Studio öffnet –, wählte Wilson einen ebenso unkonventionellen Ansatz bei der Aufnahme. Er verzichtete auf korrigierende Studiotechnologien und setzte stattdessen auf organische Instrumentierung […], wobei er Fehler zuließ, um zu sehen, wohin sie führen würden.”
Wie die “Village Hall Sessions” entstand das 54 Minuten lange Album in Zusammenarbeit mit McStine und eben Russell Holzman, der in vier Songs trommelt. Die dem Album zugrunde liegende Erzählung um das Dort stammt von Andy Partridge (XTC), mit dem Wilson bereits auf “The Overview” und “To The Bone” (2017) arbeitete. Gesprochen wird sie von Schauspieler David Tennant (“Broadchurch”, “Doctor Who”). Außerdem ist in einem Song die britische Folksängerin Katherine Priddy zu hören.
Auf unerwartete Weise inspiriert
“Ich wollte zu einer Art von Musik zurückkehren, bei der man quasi die Fingerabdrücke hören kann”, so Wilson. “Es ging darum, die menschliche Note und die Unvollkommenheiten in der Musik zu betonen – Dinge, die sich nicht mit Software erzeugen lassen. Etwa die ausschließliche Verwendung analoger Synthesizer mit all ihrer Unberechenbarkeit oder Instrumente, die nicht perfekt gestimmt sind. Das führte auch dazu, dass ich zur Geige oder Oboe griff oder mich am Schlagzeug versuchte – ich spielte Instrumente, die ich eigentlich gar nicht beherrsche, entlockte ihnen aber Klänge, die mich auf unerwartete Weise inspirierten. Ich wollte mich der Musik mit einer gewissen Unbefangenheit nähern und sehen, wohin sie mich führt. Und der Weg führte mich ins Dorf.”
“Requiem For A Village”, dessen Cover an den Dead Can Dance-Klassiser “Within The Realm Of A Dying Sun” (1987) erinnert, erscheint am 6. November 2026 bei Fiction. Das Album kann ab sofort in verschiedenen Ausfertigungen vorbestellt werden. Zuvor teaserte Wilson das Album mit einer Retro-Website an, auf der man sich unter anderem in eine Mailingliste eintragen kann.
Steven Wilson – Requiem For A Village
01. Swirl In A Lark’s Eye
02. Requiem For A Village
03. The Same River Twice
04. Now Departing
05. Hireath
06. On Chapel Slope
07. Murmuration
08. Curcus Fingerprint
09. A Basket Of Bees
10. Great Green Map
11. Wheel
12. The Old God Is Buried
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