Resident Evil: Regisseur Zach Cregger verrät, wie er das Ende des Films in letzter Sekunde gerettet hat

Die jüngste Neuverfilmung des Resident Evil-Franchise ist ein voller Erfolg. Während sich sowohl die Kritik als auch das Publikum überwiegend begeistert zeigen, punktet der Film mit Rekordzahlen an den Kinokassen. Nun packt Regisseur Zach Cregger (Weapons) ein spannendes Detail über die Entstehung des rastlosen Survival-Trips aus.
Achtung, es folgen Spoiler!
So hat Zach Cregger seinen Resident Evil-Film gerettet
Obwohl Resident Evil wie aus einem Guss wirkt, musste Cregger das Ende überarbeiten. Auf keinen Fall wollte er die Menschlichkeit seines Protagonisten verlieren, auch wenn sich der von Austin Abrams gespielte Bryan mehr und mehr in eines jener Horrormonster verwandelt, vor denen er zuvor eineinhalb Stunden davongelaufen ist.
Im Interview mit Collider gesteht Cregger:
Am Anfang habe ich den Fehler gemacht, [Bryan seine Menschlichkeit zu nehmen]. Wir mussten also die Abfolge der Ereignisse neu ordnen. Zum Glück hatte ich diese eine Einstellung als Notfallplan gedreht. Ursprünglich stand im Drehbuch, dass der Wissenschaftler die Nadel herauszieht und sie fallen lässt, sobald [Bryan] das Gesicht der Frau packt. Die Nadel zerbricht und [Bryan] hätte einfach den Wissenschaftler und alle anderen Leute umgebracht.
Cregger hatte jedoch das Gefühl, dass er eine Alternative gebrauchen könnte:
[Mit der alternativen Einstellung] konnten wir eine neue Sequenz bauen. Zudem hatte ich bei den Dreharbeiten in Prag vorsichtshalber eine weitere Einstellung gedreht, in der [der Wissenschaftler] versucht, zuzustechen. Ich dachte mir: 'Wenn ich sie später brauchen sollte, dann habe ich sie.' Und Gott sei Dank habe ich sie gedreht, denn genau diese Aufnahme haben wir am Ende im Schnitt verwendet.
Die Veränderung wirkt klein, der Effekt ist dafür umso größer:
Die Spannung bleibt jetzt bis zum Schluss erhalten. Es geht darum: 'Rettet ihn! Rettet ihn!' Davor wäre es her gewesen: 'Töte sie. Töte sie alle.'
Jetzt können wir bis zur letzten Sekunde mitfiebern
Tatsächlich lässt uns Bryans Persönlichkeit, die immer wieder durch das Umgeheuer um ihn herum hindurchdringt, deutlich mehr mitfiebern, als wenn wir bloß zehn Minuten lang einer kaltblütigen Bestie zuschauen würden, die ein Labor verwüstet. Bis zur letzten Sekunde hat man die Hoffnung, dass Bryan doch noch gerettet werden kann.
- Zum Weiterlesen: Resident Evil bricht mehrere Rekorde an den Kinokassen
Erst mit der allerletzten Einstellung besiegelt Cregger das Schicksal seines Protagonisten und wir sehen, wie jegliche Menschlichkeit in seinen Augen erlischt. Mit einem harten Schnitt geht es in den Abspann. Cregger hat definitiv die richtige Entscheidung getroffen, um den finalen Paukenschlag so eindrucksvoll wie möglich wirken zu lassen.
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