Heute im TV: Großartiger Sci-Fi-Film, der von Minute zu Minute unglaublicher wird

Irgendwann läuft der Irrsinn in Lucy derart aus dem Ruder, dass sich die Hauptfigur nur noch auf einem kleinen USB-Stick befindet. Bis der Film an diesen Punkt kommt, inszeniert Luc Besson seine ganz persönliche Vision eines Superheldinnen-Blockbusters, der Scarlett Johansson als außergewöhnliche Heldin entfesselt.
Den abgefahrenen Mix aus Science-Fiction, Action, übermenschlichen Kräften, Drogentrip und Discovery Channel-Doku über die Entstehung der Menschheit, die Erde und das Tierreich (ja, richtig gelesen) solltet ihr euch nicht entgehen lassen. Vox strahlt Lucy am heutigen Samstag, den 12. September 2026 um 20:15 Uhr aus. Alternativ könnt ihr den Film mit verschiedenen Streaming-Optionen schauen.
Im TV-Tipp Lucy wird Scarlett Johansson zur übermächtigen Kampfmaschine
Mit der disziplinierten, kontrollierten Natasha Romanoff aus dem MCU hat die Hauptfigur in Luc Bessons Film wenig gemeinsam. Als US-Studentin in Taiwan stürzt sich Scarlett Johanssons Lucy hier vor allem ins sorglose Partyleben. Als sie ihrem Freund bei einer Art Deal helfen soll, wird der neuste Katertag für die Protagonistin erst so richtig schlimm.
Lucys Freund wird erschossen und sie für einen südkoreanischen Drogenboss zur unfreiwilligen Schmugglerin. Das Paket mit der Droge platzt jedoch in ihrem Bauch auf und verleiht Lucy Stück für Stück mehr Kontrolle über die, von Menschen normalerweise nur ansatzweise genutzte, Kapazität ihres Gehirns.
Schaut euch den Trailer zu Lucy an:
Lucy - Trailer 2 (Deutsch) HDDie simple Handlung ist für den Regisseur aber sowieso nur Mittel zum Zweck, um sich mit dem schrägen Konzept so richtig auszutoben. Durch die mysteriöse Droge wird Lucy zur übermenschlichen Kampfmaschine, die ihre Widersacher mühelos aus dem Weg räumt.
Lucy pendelt grandios zwischen ernstem Thriller und überzogenem Quatsch
Neben Actionszenen, die Besson im stylishen Matrix-Stil inszeniert, wird der Film durch die immer weiter wachsenden mentalen Fähigkeiten von Lucy später zur verrückten Reise zwischen Raum und Zeit.
Dabei ist die größte Stärke des Sci-Fi-Thrillers seine Unberechenbarkeit. Wenn Morgan Freeman als seriöser Hirnforscher auftritt, der Vorträge über den menschlichen Verstand hält, kommen bei mir schnell Erinnerungen an so einige langweilige Vorlesungen aus meiner Studentenzeit auf.
Luc Besson setzt aber auch viel daran, dass sein Film auf positive Art als großer Quatsch verstanden werden kann. Wieso schneidet der Regisseur sonst ab und zu reale Aufnahmen aus dem Tierreich dazwischen? Um zu zeigen, dass Scarlett Johanssons Superheldin in diesem Moment das gefährliche Raubtier ist, das gleich über seine Beute herfällt?
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Plumpe Analogien wie diese sind nur ein skurriler Baustein von Lucy, der sich spätestens im Finale zu einem einzigen absurden Höhepunkt hochschaukelt. Wer zufällig Terrence Malicks Meilenstein The Tree of Life gesehen hat und von den plötzlich auftauchenden Dinos verwirrt war, wird sich auch beim Schlussakt von Bessons Film mehr als einmal verwundert die Augen reiben.
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