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Kino 03.10.2026

Erstmals bei Netflix: The Boys-Star Jack Quaid wurde für diesen Film geboren – und ihr könnt mir nichts anderes erzählen

Erstmals bei Netflix: The Boys-Star Jack Quaid wurde für diesen Film geboren – und ihr könnt mir nichts anderes erzählen
Keine Schmerzen empfinden zu können ist keine Superkraft. Dennoch bringt sie einen erstaunlichen Vorteil, wenn man die Entführer seiner großen Liebe jagen muss, wie dieser Film bei Netflix zeigt.

Egal, ob es der kleine Zeh an der Bettkante war oder ein gebrochener Knochen: Diese Schmerzen machen wirklich keinen Spaß. Da ist die Vorstellung, überhaupt keine Schmerzen zu empfinden, erst einmal gar nicht schlecht. Bis man sich wirklich mit dem Konzept auseinandersetzt. Das haben Dan Berk und Robert Olsen im Film Mr. No Pain auf die lustige Art gemacht.

Nathan Caine (Jack Quaid) führt kein leichtes Leben. Seine Wohnung ist gepolstert und er muss beim Kauen aufpassen, dass er sich nicht auf die Zunge beißt. Er fühlt nämlich überhaupt keine Schmerzen. Und das ist für ihn echt gefährlich.

Neu bei Netflix im Streaming-Abo: Jack Quaid ist die perfekte Besetzung für Mr. No Pain

Bekannt ist Jack Quaid besonders durch seine Rolle in The Boys. Als Hughie musste er mitansehen, wie Superhelden seine Freundin getötet haben und Amok gelaufen sind. Gemeinsam mit der titelgebenden Gruppierung versucht der neurotische, dauernervöse Hughie die Gerechtigkeit wiederherzustellen.

In Mr. No Pain wird Jack Quaids Freundin und Kollegin Shari (Amber Midthunder) vor seinen Augen bei einem Banküberfall entführt. Und auch hier muss er eine Entscheidung treffen, nur diesmal drängt die Zeit. Schließlich weiß er nicht, wie lange sie durchhalten wird.

Die beiden Rollen sind sich charakterlich ähnlich genug, um zu verstehen, warum Jack Quaid für Mr. No Pain ausgewählt wurde. Die Mischung aus übermotivierten Möchtegern-Helden und nervösen Nerds passt bei ihm einfach wie die Faust aufs Auge. Und auch wenn man es ihm auf den ersten Blick nicht ansieht, scheint in Jack Quaid ein Actionheld zu stecken. Genau diese Kombination macht ihn gleichermaßen glaubhaft und urkomisch.

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Mr. No Pain nutzt eine tatsächlich existierende Krankheit – und macht sie zum Gedankenspiel

Nathan Caine leidet im Film unter CIP (Congenital Insensitivity to Pain). Im Deutschen wird die Krankheit als kongenitale Analgesie bezeichnet. Die Krankheit ist äußerst selten. Nur ca. drei Dutzend dokumentierte Fälle sind bekannt. In Mr. No Pain nutzt Caine seine Krankheit wie eine Superkraft. Dabei schafft der Film es, die Krankheit zum Zentrum der Witze zu machen, ohne sie kleinzureden.

Der gesamte erste Teil des Films dreht sich um die Frage, wie man mit dieser Erkrankung überhaupt überlebt. Caine erklärt ziemlich direkt, welche Maßnahmen er ergreifen muss, um sein fehlendes Warnsystem so gut wie möglich zu ersetzen. Es wird also klar gemacht: CIP ist kein Spaß.

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Dennoch schaffen es die Filmemacher, ihn nicht zum bloßen Opfer seiner Umstände zu machen. Vielmehr nutzen sie die Krankheit als Spielplatz für abgefahrene Gedankenspiele. Denn wenn das Schmerzempfinden fehlt, kann man auch mal in heißes Frittenfett greifen, um die darin versenkte Pistole zu greifen. Und eine Folter ist auch ganz leicht zu überwinden.

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