Carrie-Star Matthew Lillard war nach Flop fast am Ende: "Wir haben unsere Autos und unser Haus verkauft"

Seit kurzem streamt bei Amazon Prime die neue Horrorserie Carrie. Showrunner Mike Flanagan (Spuk in Hill House) adaptiert damit abermals den berühmten Stephen-King-Roman, aber mit einer Art Twist. Seine Carrie-Version spielt in der Gegenwart und greift zeitgemäße Themen rund um das tragische Schicksal der Hauptfigur auf.
Zum Cast der Carrie-Serie zählt auch Matthew Lillard, den die meisten aus Scream - Schrei! oder den Scooby-Doo-Realfilmen der frühen 2000er kennen. Über die schrägen Cartoon-Verfilmungen hat der Schauspieler gerade nochmal voller Reue gesprochen. Sie waren für einen absoluten Tiefpunkt in seinem Leben verantwortlich.
Matthew Lillard musste nach Scooby-Doo 2-Flop seine Schauspielkarriere neu ordnen
Rund um seine aktuelle Rolle als Schulleiter Henry Grayle in Carrie gab Lillard kürzlich einige neue Interviews. Hierbei war er auch im Videoformat Know Their Lines von Variety zu Gast, wo Stars ihre Rollen vorgegebenen Drehbuchzeilen zuordnen müssen. Natürlich ging es auch um Scooby-Doo, wobei Lillard ziemlich reflektiert auf die Zeit nach dem finanziellen Misserfolg des Sequels Scooby Doo 2: Die Monster sind los zurückblickt:
Ich habe Scooby-Doo lange Zeit verabscheut, aber ich habe es nie bereut, bei dem Film mitgewirkt zu haben; denn die Realität ist: Ohne das Geld aus dem zweiten Teil hätte ich es nicht geschafft. Meine Frau und ich hätten alles verkaufen müssen. Letztendlich haben wir das auch getan – wir haben unsere Autos und unser Haus verkauft. Wir haben unser Leben im Grunde drastisch reduziert, um sehr kostengünstig leben zu können.
Meine Frau ging wieder arbeiten, und auch für mich war das ein entscheidender Wendepunkt. Vor diesem Film hatte ich das Gefühl: 'Ich drehe all diese Filme, ich bin ein großer Star.' Doch die Realität sah anders aus. Ich war eigentlich immer ein Charakterdarsteller, hatte mich aber für mehr gehalten. Nach diesem Film erlebte ich eine Phase echter Demut – etwas, wofür ich heute sehr dankbar bin.
Hier könnt ihr euch das komplette Variety-Video mit Matthew Lillard anschauen:
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In Scooby-Doo von 2002 war Lillard erstmals in der Hauptrolle als Shaggy Rogers zu sehen. Der Film spielte mit einem Budget von 84 Millionen Dollar damals weltweit über 275 Millionen Dollar wieder ein. Die Fortsetzung, die dem Star den bis dato größten Gehaltsscheck seiner Schauspielkarriere beschert hat, brachte es bei ähnlichen Produktionskosten nur noch auf ein globales Box Office von rund 181 Millionen Dollar .
Matthew Lillard kann mittlerweile auf eine umfassende Film- und Serienkarriere schauen
Nach den beiden Scooby-Doo-Filmen konzentrierte sich Lillard auf kleinere Rollen in dramatischeren Filmen wie The Descendants - Familie und andere Angelegenheiten. Auch im Serienbereich übernahm er zahlreiche Rollen in Produktionen wie Dr. House, Criminal Minds und Bosch. Besonders in Erinnerung blieb er durch seine intensive Darbietung in David Lynchs surreal-abstrakter Twin Peaks-Fortsetzung Twin Peaks: The Return.
Neben Auftritten in den beiden aktuelleren Five Nights at Freddy's-Filmen kehrte Lillard dieses Jahr auch ins Scream-Franchise zurück. Im siebten Teil wird sein eigentlich in Teil 1 getöteter Charakter Stu Macher auf eine Art zurückgebracht, die aus Spoiler-Gründen an dieser Stelle nicht verraten wird. Mittlerweile hat sich der Star aber selbstkritisch über sein Scream 7-Comeback geäußert.
Seit dem 7. Oktober 2026 könnt ihr im Amazon Prime-Abo alle acht Folgen der 1. Staffel Carrie mit Matthew Lillard streamen. Mein Moviepilot-Kollege Max Wieseler hat sie geschaut und schreibt in seiner begeisterten Review unter anderem:
Carrie mag zwar tragisch, erschütternd und schockierend sein, doch Horror und Grusel sind in dieser Version nur in geringen Mengen vorhanden. Vielmehr ist die Serienadaption eine bittere Coming-of-Age-Tragödie, während sich der "Horror" aus dem fassungslosen Verhalten von Menschen speist, die mit jeder vergeudeten Chance auf eine Deeskalation ungebremst auf ihr unausweichliches Schicksal zusteuern.
Gerade dieser Zurückhaltung ist es aber zu verdanken, dass die Serie in ihrem Finale mit einer infernalen Eskalation schließlich ihr volles Schockpotenzial entfalten kann und sich für mich von einer sehr guten in eine der besten Stephen King-Serien überhaupt verwandelt.
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