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Rock / Heavy Metal 25.08.2026

C.O.F.F.I.N mit neuer Single "13 Days" gegen Überwachungsstaat

“’13 Days’ war der letzte Song, der für das Album geschrieben wurde, und ursprünglich ein akustischer Solotrack, an dem ich gearbeitet hatte”, so Drummer und Sänger Ben Portnoy von C.O.F.F.I.N. “Produzent Declan Mehrtens [von Amyl And The Sniffers] fragte, ob wir etwas in Arbeit hätten, das sich kompositorisch deutlich von unserer Komfortzone entfernt.”

“Ich habe die Idee zunächst sofort abgewürgt und gesagt, dass es kein C.O.F.F.I.N-Song sei”, erinnerte sich Portnoy weiter. “Ich glaube, vor allem deshalb, weil ich nicht das Gefühl haben wollte, der Band meine eigenen Songs und meinen Gitarrenstil aufzudrücken. Außerdem fühlte ich mich wahrscheinlich ein bisschen angreifbar. Declan war allerdings neugierig und überzeugte mich, den Jungs den Song vorzuspielen. Eine Regel, die wir uns für diese Platte gesetzt hatten, war, beim Schreiben nichts von vornherein auszuschließen. Die Jungs unterstützten die Idee daher sehr und waren begeistert davon, unseren ersten Akustiktrack auf diesem Album zu haben.”

“13 Days” über Absurdität des Rechtssystems

In über vier Minuten kommt “13 Days” zwar nicht an den Signature-Sound der Band, steigert sich aber zu einem üppigen Finale, das dem Album der Garagepunks noch einmal eine neue Klangfarbe verpasst. “Inhaltlich dokumentiert der Song die Absurdität unseres Rechtssystems anhand der Geschichte zweier Freunde, denen wegen Akten von Gerechtigkeit auf der Straße eine mögliche Gefängnisstrafe drohte (bei denen niemand verletzt wurde)”, so Portnoy zum Song. “Sie hatten 13 Tage ab dem 1. Januar, um ihre Verteidigung auf die Beine zu stellen UND sie zu finanzieren!”

 

 

 

Auch zum begleitenden Video holte der Sänger aus: “CCTV war eines der wichtigsten Instrumente, mit denen meine Freunde in den Tagen nach der Auseinandersetzung aufgespürt wurden, und wurde während des Prozesses zu einem umstrittenen Beweisstück. Es schien daher passend, für diesen Track das Konzept eines Überwachungsvideoclips auszuprobieren. Offizielle und inoffizielle Überwachung ist heute allgegenwärtig, und ich verstehe die Versuchung und die Notwendigkeit, sie einzusetzen. Trotzdem macht mir die Nutzung von Überwachung als Kontrollinstrument Sorgen – ebenso wie die Verzerrung dessen, was unsere Augen durch das Auge einer Maschine mit niedriger Bildrate und feststehender Perspektive zu sehen glauben. Wenn man im Nachhinein versucht, eine Szene aus diesem begrenzten Eindruck zusammenzusetzen, bleibt viel Raum für Interpretation.”

“13 Days” folgt auf die bereits veröffentlichten Singles “Sleep In It” und “Think Bad”. Sie stammen vom kommenden Album “Out In Oslo”. Das kann über die Bandseite bereits vorbestellt werden. Nach der Veröffentlichung sind C.O.F.F.I.N auch auf Tour durch Europa und spielen im Winter vier Shows in Deutschland.

Banddoku im Kino

Kürzlich kündigte die Band außerdem die Dokumentation „10,000 Miles From Oslo“ an, die ihre 20-jährige Geschichte nachzeichnet. Regie führte Clowns-Drummer Jake Laderman. Der Film läuft im Juli, August und November bei internationalen Screenings. Am 8. Juli war er etwa auch im Berliner Kino Central zu sehen. In Releasetermin auf Streamingplattformen steht noch aus.

Live: C.O.F.F.I.N

23.11 Hamburg – Molotow
30.11 Berlin – Cassiopeia
01.12 Karlsruhe – Alte Hackerei
02.12 Köln – Gebäude9

Der Beitrag Nur 13 Tage erschien zuerst auf VISIONS.de.

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